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Bier des Monats: Signorini Tartufi Trüffelbier

Weil im Schaufenster ein Trüffel-Bier stand, bin ich am dem Laden Signorini Tartufi in Cefalú auf Sizilien nicht vorbeigekommen. Ein Geschäft voller Trüffelprodukte - und ich mag Trüffel sehr. Natürlich hat das Bier den Weg in meine Einkaufstasche gefunden. Dem Bier wird Trüffelaroma zugesetzt, also ziemlich sicher kein Trüffel.


Das in Italien produzierte Bier füllt das Verkostungsglas statt dunkelgolden und gleichmäßig trüb. Der weiße Schaum hat große Einschlüsse und hält sich nur kurz. Schon beim Einschenken weiß die Nase Bescheid, denn der ganze Raum füllt sich mit Trüffelduft.


Trüffel, Trüffel und nochmal Trüffel: Mehr ist im Geruch absolut nicht zu erkennen. Mit viel Phantasie vielleicht eine dezente Fruchtigkeit von Aprikose, aber eigentlich wird dieser Eindruck auch sofort wieder von Trüffel überlagert. Am Aroma wurde hier also auf jeden Fall nicht gespart.


Beinahe überraschend: Der erste Schluck schmeckt nach Bier. Von Trüffel ist kurz keine Spur. Ein schöner, nicht zu schlanker Malzkörper sorgt für eine dezente Süße, recht bald ergänzt von einer recht intensiven Hopfenherbe. Was sich im Geruch angedeutet hat, ist nun etwas mehr da: Der Geschmack von noch unreifem Steinobst wie Aprikose oder Pfirsich. Das fügt sich auch sehr passend zwischen leichter Süße und knackiger Herbe sein. Gar kein schlechtes Bier.


Der Trüffel spielt natürlich weiter eine Rolle, aber nicht mehr so allesüberlagernd wie im Geruch. Nun ist er ein schöner Mitspieler links und rechts - und vor allem im Nachgeschmack. Nach dem herben Abgang legen sich zunächst bittere Hopfentöne an den Gaumen und hinten auf die Zunge, spätestens beim nächsten Atemzug weht dann aber ein Trüffelwind durch die Geschmackwahrnehmung.


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