Bier des Monats: Störtebeker Glüh-Bierpunsch
- Simon Fehr

- 30. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Im Dezember darf es auch mal ein heißes Bier sein. Der Glüh-Bierpunsch von Störtebeker ist ein Bockbier, eingebraut mit Holundersaft und winterlichen Gewürzen. Und zwar nur einmal im Jahr. Mein wichtiger Tipp für Glühbier: Verschlossene Flasche im Wasserbad erhitzen, nicht das Bier im Topf. So bleibt die Kohlensäure drin.
Rubinrot, scheinbar klar und mit einem tiefen, roten Glanz füllt das Glühbier aus dem hohen Norden das Teeglas. Besonders sticht bei dieser Anordnung der blassrosa Schaum ins Auge, der sich für ein Heißgetränk ewig hält und schon optisch einen Bruch zu Tee, Punsch oder Glühwein darstellt.
In die Nase dringen schwere Frucht, Holunderbeere natürlich, aber vor allem eine herbe Würzigkeit und eine warme Alkoholnote, die ehrlich gesagt auch Glühwein so haben könnte. Auffallend ist, dass im Geruch gar keine Süße mitschwingt.
Beim ersten Schluck begeistert das Prickeln: Das ist für ein heißes Getränk eben sehr außergewöhnlich - macht es aber spannend und als Bier erkennbar. Eine fruchtige Herbe stellt sich geschmacklich in den Vordergrund: Orangenschalen, dunkle Beeren, Zimt und Kräuter. Dazwischen bleib Platz für ganz klare Aromen von Bier. Diese Kombination aus Bier, Herbe, Frucht, Wärme und Kohlensäure und die fast ganz ausbleibende Süße gefallen mir sehr gut.
Mit immerhin 5 Prozent Alkohol ist das Bier gerade warm gefährlich süffig, auch, weil es nicht nur im Mund toll ist, sondern auch im Bauch eine angenehme Wärme verbreitet. Im Abgang wird es noch etwas herber, der Holunder ist jetzt am deutlichsten. Durch die Hitze dringt auch etwas Dampf wieder aus dem Mund in die Nase, was die Wahrnehmung verstärkt.






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