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Bier des Monats: Klier Milk Stout

Mit einem lauten und druckvollen Plopp öffnet sich die Bügelflasche, in der das aktuelle Sonderbier von Markus Klier aus Blaichach-Ettensberg steckt: Ein Milk Stout mit Laktose. Es ist kaum in der Flasche zu halten und fließt ebenholzfarben ins Glas, eine cremefarbene Schaumkrone bildet sich, der Schaum hält richtig lange.


In die Nase gelangt ein intensiver Duft von Vollmilchschokolade Rum-Traube-Nuss, dazu das Aroma von sehr reifen, dunklen Beeren und ein Hauch von kaltem Kaffee.


Im Antrunk ist das Bier aus dem Oberallgäu sehr weich, es prickelt richtig auf den Lippen und auf der Zunge. Die milden Schokoladennoten harmonieren hervorragend mit einer ganz leicht säuerlichen Fruchtigkeit, die weiterhin an dunkle Beeren oder auch an süßliche Orange erinnert.


Trotz der dunklen Farbe sind Röstaromen, die über die Vollmilchschokolade hinaus gehen, zurückhaltend: Vielleicht etwas dunklere Schokolade, vielleicht etwas Milchkaffee - aber kaum Herbe, die vom dunklen Malz stimmt.


Der hinzugefügte Milchzucker gibt dem Stout eine angenehme, nicht übertriebene Süße und macht es äußerst geschmeidig und süffig. Bei 7 Prozent Alkohol eine gefährliche Sache! Eine wunderbare Komposition, die gleichzeitig die süßen Aromen von Schokolade und Frucht unterstreicht und eben doch gerade so zurückhaltend bleibt, dass es von nichts zu viel wird.


Im Abgang zeigt sich eine erste, vollmundige Herbe. Oder, um es anders auszudrücken: die Schokolade wird nun etwas dunkler. Dieser Anflug von Bittere wird aber sofort wieder von fruchtig-schokoladiger Süße weggespült. Im Nachgeschmack fühlt es sich fast so an, als ob ein Stückchen Schokolade am Gaumen dahingeschmolzen wäre.


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