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Bier des Monats: Maisel & Friends Hopfenreiter 2026

Schon zum elften Mal bringt Maisel & Friends seinen Hopfenreiter auf den Markt, ein limitiertes Double IPA. Die Besonderheit an diesem Bier ist, dass die Rezeptur jedes Jahr gleich bleibt, die Hopfensorten sich aber ändern. Sechs sind es an der Zahl, jede beigesteuert von einer anderen befreundeten Brauerei, die auch am Brauprozess beteiligt ist. 2026 sind das:

  • Birrificio Italiano aus Italien mit Styrian Dragon

  • Fauve Craft Bière aus Frankreich (Paris) mit Sabro

  • Dry & Bitter Brewing aus Dänemark mit Nectaron

  • Frontaal Brewing Company aus den Niederlanden mit Elani

  • Browar Nepomucen aus Polen mit Książęcy

  • Maisel & Friends aus Deutschland mit Topaz


Der Hopfenreiter ist klar filtriert, hell bernsteinfarben, hat einen schönen Glanz und eine sich auftürmende, extrem stabile und langlebige, dunkelweiße Schaumkrone. Fast überraschend ist, dass sich das Double IPA in der Nase ein klein wenig zurückhält und nicht direkt ein ganzer Obstkorb aus dem Glas springt. Natürlich ist es trotzdem sehr intensiv. Mir kommen zunächst Heidel- und Stachelbeeren in den Sinn, begleitet von hellem Pfirsich und Ananas. Zitrusaromen von Grapefruit und Orange sind ebenso zu finden wie ein Hauch von Kokos. Das Bier hat mit 8,5 % also nicht nur viel Alkohol, sondern auch eine erstaunliche Aromabreite zu bieten.


Im ersten Schluck ist sehr viel Pfirsich zu finden, aber auch die spitze, leicht säuerliche Frische der Stachelbeere ist gleich wieder da. Unterfüttert wird das Ganze von Noten von Baumharz, Fichtennadeln, Maracuja und einer pfeffrigen Würzigkeit.


Der Hopfenreiter ist vollmundig und sehr weich. Darüber mag man fast vergessen, dass es sich um ein IPA handelt und natürlich auch die Herbe nicht zu kurz kommt. Die ist aber wirklich perfekt eingebettet und fällt darum gar nicht so richtig auf.


Im Abgang bleibt die Herbe angenehm, wird aber deutlicher: Stachelbeeren, Grapefruitschale, Fichtennadeln und Harz. Der Nachgeschmack ist sehr trocken, die waldigen Aromen bleiben an Zunge und Gaumen haften. Mit der Zeit – der Geschmack bleibt wirklich ewig im Mund – kommt die leichte Schärfe des Pfeffers dazu.

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