Bier des Monats: Mahou Session IPA

Im kürzlichen Spanienurlaub hatte ich leider nicht die Gelegenheit, mich großartig auf die Suche nach Kleinbrauereien und Craft-Beer zu begeben. Deshalb musste ich mich mit dem zufriedengeben, was es in den Supermärkten gab. Neben dem recht eintönigen Sortiment von Heineken, Amstel, San Miguel, Victoria, Cruzcampo, Alhambra und wie sie alle heißen findet man hier und da zum Glück auch mal einen Ausreißer. Zu meinem Supermarkt-Favoriten hat sich das Session IPA von Mahou entwickelt, das zwar von einer Konzern-Brauerei stammt, aber immerhin preiswert und gut verfügbar ist.



Die sehr bunte 0,33 Liter-Dose fällt im Regal auch sofort auf. Auf ihr ist ein wildes Durcheinander von Gebäuden, Robotern, Tieren, Außerirdischen, Monstern, Bierkrügen und Hopfendolden zu sehen. Fast ein kleines Wimmelbild in Weiß, Rot, Gelb und Blau. Unter dem Brauereilogo, das ein bisschen verloren geht, steht auf schwarzem Grund der Name des Bieres. Gut gefällt mir wie immer auch der schwarze Dosendeckel.


Im Glas zeigt sich ein klares, goldenes Bier mit sicherbarer, vereinzelter Kohlensäure. Der dunkelweiße Schaum ist fingerhoch, recht feinporig und erfreulich standhaft. Der Geruch ist richtig schön fruchtig, nach Maracuja, Mango, Ananas und Limette. An Aromahopfen wurde beim 4,5 Prozent leichten spanischen Bier offenbar nicht gespart. Prima!


Der weiche Antrunk zeigt gleich auch die andere Seite des Hopfens: Deutlich sind nun auch herbe Noten auszumachen, für das leichte Bier vielleicht sogar einen Ticken zu stark. Die herben Bittertöne erinnern ganz klar an spanische Orangen, die sich dank süß-fruchtiger Akzente nun als die tonangebende Frucht nach Vorne tun. Die anderen Fruchtaromen sind weiterhin vorhanden, aber eher dezent im Hintergrund.


Im Abgang bringt eine rote Grapefruit nochmal einen neuen fruchtigen Aspekt ins Session IPA. Das herbe Finale hält lange und trocken an, mit der Zeit zeigt sich im Nachgeschmack immer mehr die Mango. Ein sehr gutes Bier, dass ich jedem Spanienurlauber nur empfehlen kann und das sowohl bei Hitze am spanischen Strand als auch im deutschen Herbst schmeckt!

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